MIELE GesmbH / Zentrale Wals

Die Firma MIELE ist Hersteller von Produkten im Weißwarenbereich und ist mit Stammhaus in Gütersloh (Deutschland) einer der weltweit größten Anbieter für Haushalts- und Profibereich für Waschen-Trocknen, Küchengeräte, Kühlen-Gefrieren als auch Staubsaugern. Das Produktsortiment wird durch Einsatzbereiche im Waschküchen- und Klinikbereich ergänzt.

Die zentrale Niederlassung für Österreich befindet sich in Wals bei Salzburg und umfasst dort die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing, Technischer Dienst , Administration und Logistik. Weitere Standorte in Wien, Graz, Linz und Innsbruck werden als Beratungs- und Schulungszentren betrieben.

Fakten zu Miele in Österreich:

Gegründet: 1955
Umsatz 2007 (Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien): ‚¬ 166 Mio.
Mitarbeiter: 607

Objektbeschreibung der Zentrale in Wals:

Betriebsfläche 17.000m²
Bebaute Fläche:
MIELE Galerie, Showroom und Schulungsbereiche 2.300m²
Verwaltungsbereich 1.700m²
Lagerbereiche 4.500m²

Projektvorgaben und Beschreibung:

Im Jahre 2004 wurde die Entscheidung getroffen, das veraltete System für die Schließüberwachung aller Zugänge zum Objekt zu erneuern.

Die Anlage sollte nicht nur Tür-, Tor- und Fensterkontakte überwachen und diese wie vormals auf einem Meldetableu mittels Statuslampen anzeigen, sondern auch eine proaktive Meldung an zugewiesene Personen ermöglichen. Zusätzlich sollten verteilte Überwachungsanzeigen für den Bereich der Heizungsanlage durch eine zentrale Bedienoberfläche abgelöst werden.

Eckdaten für die neue Anlage waren:

    • keine einfache Implementation in die bestehende Gebäudeinfrastruktur
    • offenes System für zukünftige Herausforderungen
    • Skalierbar, den Anforderungen entsprechend
    • Zentrale, und flexible Darstellung aller relevanten Daten
    • Meldungen über Alarme, Störungen und Hinweise mittels email und SMS
    • Abfrage wichtiger Informationen von mobilen Endgeräten für Servicepersonal
    • Aufzeichnung von definierten Eckdaten zur objektiven Bewertung
    • Langzeitaufzeichnung von Temperatur-, Klima- und Schaltwerten
    • Fernwirktechnik
    • Anbindung an Fremdfirmen wie z.B. Wachdienst, Servicefirmen HKLS und E-Technik
    • Darstellung auf Handelsüblichen Personal Computern
    • Systemsicherheit und Stabilität
    • Leichte Administrierbarkeit
    • Kosten/ Nutzenanalyse

Phase 1 Produktrecherche und Auswahl

Im Zuge des Projektstartes wurde entschieden, die betreuende Elektrotechnikfirma mit der Recherche nach einem geeigneten System zu beauftragen. Dadurch sollten Synergien im Bereich der Kenntnisse über die bestehenden Anlagen genutzt, als auch auf eine möglichst kosteneffiziente Implementierung geachtet.

Im Jahre 2005 wurde die Entscheidung für das System der Firma cTrixs International GmbH. getroffen und nach Erstellung eines Pflichtenheftes, welches zu diesem Zeitpunkt etwa 150 Datenpunkte umfasste der Auftrag vergeben.

In nur 3 Wochen wurde das neue System im kompletten Gebäudekomplex implementiert, getestet und für den Betrieb freigegeben.

Die betreuenden Personen der Firma MIELE wurden in Workshops auf die einfache und intuitive Handhabung des Systems eingeschult und betreuen die Anlage selbständig.

Phase 2 Laufender Betrieb – Monitoring und Datenaufzeichnung

 

Nicht nur der aktuelle Zustand über das zu verwaltende Objekt, sondern auch die laufende Aufzeichnung von Betriebszuständen ermöglichen es dem zuständigen FM-Verantwortlichen zuverlässige und objektive Aussagen über Anlagenteile zu treffen. Schnell werden Vorteile eines modernen Gebäudeautomationssystems erkannt und so die zeitlichen als auch kostenmäßigen Aufwände für die laufende und vorbereitende Instandhaltungsplanung optimiert. Erstmals stehen auch für ältere bestehende Anlagenteile wie z.B. Heizungspumpen, Abwasserpumpen, Antriebs- und Fördertechnik relevante Daten zur Verfügung und ermöglichen die Erstellung von Störung-, Ausfalls- und Trendanalysen. Somit ist werden Kosten und Ressourcen gespart und können effizient geplant werden.
Durch transparente Darstellung der Daten wird eine fundamentierte Basis für Kosten- und Budgeterstellung geschaffen. – Das System amortisiert sich bereits nach kurzer Zeit.

 

Phase 3 Verteilte Standorte – Zentrale Verwaltung

Offene Schnittstellen und Möglichkeiten standortübergreifend das System von cTrixs einzusetzen werden im Jahr 2006 im Zuge der Adaptierung der Niederlassung in Innsbruck / Tirol voll ausgenutzt. Die Neuorganisation der Gebäudestruktur in der Zweigniederlassung und neue Herausforderungen im Bereich der zentralen Steuerung eines Ausstellungsraumes, als auch des Zutrittes zu diesem Objekt werden durch Ergänzung der Bestandselektrosysteme mit dem System von cTrixs perfekt gelöst.

Sämtliche Steuerungen werden über zentrale Jahres- und Tageszeitschaltfunktionen abgedeckt. Meldungen werden je nach Anforderung an zuständige Personen vor Ort, als auch bei Bedarf an die Zentrale nach Wals übermittelt um von dort aus standortübergreifend koordinierbar zu sein.

Phase 4 Generalsanierung – Das schalterlose Büro

Im Zuge der im Jahre 2007 durchgeführten Generalsanierung auf dem Standort Wals werden spezielle Anforderungen an ein modernes Gebäudeleitsystem gestellt. Geschäftsleitung und Architektur stellen Flexibilität und Innovation der zu modernisierenden Büroflächen in den Vordergrund. Mobile Trennwandsysteme erfordern neue Lösungsansätze um den Aufwand für Flächenmanagement und Chainmanagement zu minimieren. Erstmals wird der Begriff „Schalterloses Büro“ geprägt.

Durch die Integration der bestehenden Telefonanlage in das System von cTrixs werden sämtliche Schalterinstallation in den Büroräumlichkeiten ersetzt und auf die Bedienoberfläche der VOIP- Telefonapparate gelegt. Es sind keine aufwendigen Verkabelungen notwendig, das strukturiert aufgebaute EDV Netzwerk dient als Übertragungsmedium für alle Informationen – Sprache, IT und Gebäudetechnik.

Vormals fest installierte Bedientableaus mit Schalter und Statuslampen werden durch Funktionen am Telefonapparat vor Ort oder durch zentral positionierte Touchpanele ersetzt. Parallel werden WEB-Oberflächen für spezielle Anforderungen wie z.B. in Lagerbereichen generiert um dort ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

Durch den Einsatz der cTrixs Video Integration Server Unit entfallen Monitore im Bereich der IT-Abteilung zur Überwachung von Serverräumen. Sämtliche Bildinformationen werden am Telefondisplay des Mitarbeiters angezeigt.

Phase 5 Die MIELE Galerie – Integration und Visualisierung EIB

In weiterer Folge wurde das neu errichtete Ausstellungsgebäude mit angeschlossenem Schulungs- und Praktizierräumlichkeiten , eine Showküche und das Veranstaltungsforum in die Gebäudeleittechnik von cTrixs integriert.

Die Schnittstelle zu EIB / KNX Elektroinstallation als auch auf die Medientechniksteuerung der Firma AMX wurde einfach realisiert und zu einem Komplettsystem für die gesamte Betriebsanlage zusammengeführt.